Poster Title: Ergebnisse der IzEP©-Evaluation am Universitätsklinikum Ulm
Organization or Hospital: Universitätsklinikum Ulm
Unit:
Authors: Anna Negele B.Sc., Melissa Herrdum B.A., Juliane Zuijc B.Sc., Vanessa Sperling M.A., Bregje Kloeg M.Sc.
Conference Name: SANA 2026
Presentation Date: May 12, 2026
Project Summary:
Hintergrund: Das Universitätsklinikum Ulm orientiert seine pflegerische Weiterentwicklung am Magnet-Modell®, um eine evidenzbasierte und patientenorientierte Pflegekultur zu fördern. Die IzEP©-Evaluation ist dabei ein zentrales Instrument zur systematischen Erfassung des Pflegesystems. Mit der Erhebung sollte der Entwicklungsstand der pflegerischen Versorgungssysteme in Bezug auf Patientenorientierung, Organisationsstruktur und Umsetzung des Pflegeprozesses bestimmt werden.
Methode: Zwischen Juni 2022 und April 2023 wurden 39 Stationen im Rahmen der ersten Erhebung analysiert. Eine zweite Erhebung erfolgte von Dezember 2025 bis Januar 2026 auf acht Stationen. Die Datenerhebung erfolgte mittels 360 grade Fragebogen und Dokumentenanalyse. Das Pflegeorganisationssystem wird auf einer Skala von 0–100 (75: Bezugspflege) eingeordnet und anhand der Merkmale Verantwortlichkeit und Kontinuität, Pflegeprozess, Kommunikation und Rollenverständnis bewertet. Für jedes Merkmal wird der Ist-Stand mit definierten Zielwerten verglichen. Zusätzlich werden fünf Outcomes betrachtet: Dokumentation des Pflegeprozesses (O1), Strukturierung der Kommunikation (O2), Wahrnehmung des Pflegeprozesses (O3), Patientenbeteiligung (O4) und Beziehung zur Primary Nurse (O5). Die Gesamtauswertung ermöglicht Aussagen zum Entwicklungsstand, identifiziert Veränderungsbedarfe und leitet gezielte Maßnahmen ab.
Ergebnisse: Die Gesamtpunktzahlen von 55 (2022/23) und 56 (2025/26) bestätigen, dass die pflegerische Versorgung weiterhin überwiegend in der Bereichspflege verortet ist. Die Ergebnisse zeigen ein konstant hohes Niveau an Eigenverantwortung und Eigeninitiative der Pflegefachpersonen in der direkten Versorgung und der interprofessionellen Zusammenarbeit. Eine deutliche Verbesserung wurde im Soll-Bereich des Pflegeprozesses erreicht, während die Merkmale Kontinuität und Verantwortung sowie Kommunikation weitgehend stabil blieben. Auf Outcome-Ebene zeigte sich eine signifikante Verbesserung in O1 (Dokumentation des Pflegeprozesses). O2 (Strukturierung der Kommunikation) wies einen leichten Rückgang auf, während O3 (Wahrnehmung des Pflegeprozesses) und O4 (Patientenbeteiligung) erneut moderate Steigerungen verzeichneten.
Schlussfolgerung: Die deutliche Verbesserung im Outcome-Bereich O1 sowie die Zunahme des Merkmals „Pflegeprozess“ lassen sich primär auf die Einführung der digitalen Pflege- und Behandlungsdokumentation zurückführen, die 2025 auf allen Normalstationen ausgerollt wurde. Die Implementierung band erhebliche personelle und organisatorische Ressourcen, sodass der erwartete Fortschritt in der direkten Patientenversorgung geringer ausfiel. Mit Abschluss der technischen Einführung rückt nun erneut die qualitative Weiterentwicklung des Pflegeprozesses in den Mittelpunkt. Diese wird durch regelmäßige Pflegevisiten sowie den gezielten Einsatz akademisch qualifizierter Pflegefachpersonen auf Bachelor- und Masterniveau in der direkten Versorgung unterstützt. Beide Maßnahmen fördern die kontinuierliche Professionalisierung und stärken die pflegerische Exzellenz im Sinne des Magnet-Modells®.
Methods:
Results:
Conclusion:
References:
Contact Person(s):
Universitätsklinikum Ulm
Pflegedirektion
Albert-Einstein-Allee 29, 89081 Ulm, Deutschland
Tel.: +49 (0) 731/500-44047
Email: Melissa.Herrdum@uniklinik-ulm.de

